Herzlich willkommen!

(Codex Egberti, fol. 27v. – 10. Jahrhundert)
(Quelle: wikimedia)
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Das Bild aus dem Codex Egberti zeigt Petrus in den Wellen. Er ist aus dem Boot gestiegen, hat einen Schritt auf Jesus zu gewagt – und verliert den Halt. Christus beugt sich ihm entgegen und ergreift seine Hand.
Der Gegenwind des Lebens lässt sich nicht immer vermeiden. Vieles möchten wir planen, sichern und unter Kontrolle behalten. Doch manches entzieht sich unserem Zugriff. Dann kann aus Vorsorge Angst werden – und aus dem Wunsch nach Sicherheit der Versuch, alles selbst retten zu müssen.
Das Evangelium erzählt von einer anderen Erfahrung. Jesus kommt den Jüngern gerade im Gegenwind entgegen. Zunächst erkennen sie ihn nicht. Erst seine Stimme verändert die Situation „Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ (Mt 14,27).
Der Glaube verspricht kein Leben ohne Unsicherheit. Er lebt von der Hoffnung, dass Christus auch dort gegenwärtig ist, wo wir den Boden unter den Füßen verlieren. Nicht Petrus hält sich selbst über Wasser. Jesus hält ihn fest.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom