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(Foto: Peter Weidemann, auf: pfarrbriefservice.de)
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„Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht“ (1 Joh 4,18). Dieser Satz aus dem ersten Johannesbrief ist auf dem kleinen Bibelvers zu lesen, der auf dem Bild in der Hand gehalten wird. Ein Wort zum Mitnehmen — schlicht, unscheinbar, aber stark.
Auch das Evangelium am Sonntags spricht von der Angst. Jesus sagt seinen Aposteln gleich dreimal: „Fürchtet euch nicht!“ (Mt 10,26.28.31). Er sagt das nicht, weil es keinen Grund zur Furcht gäbe. Er weiß, dass Menschen Angst haben können: vor Ablehnung, vor Konflikten, vor dem Urteil anderer, vor Verlust oder davor, mit einer Überzeugung allein dazustehen.
Doch Jesus lädt ein, der Angst nicht das letzte Wort zu geben. Wir dürfen unser Leben nicht nur von dem bestimmen lassen, was andere denken, erwarten oder über uns sagen. Gottes Blick reicht tiefer. Er kennt uns, er vergisst uns nicht, und er hält uns auch dort, wo wir uns klein, unsicher oder verletzlich fühlen.
Der Bibelvers auf dem Bild erinnert daran: Die Kraft gegen die Angst ist nicht Härte, Trotz oder Rechthaberei. Es ist die Liebe — Gottes Liebe, die uns trägt und frei macht. Aus diesem Vertrauen können wir ehrlich vor Gott stehen, unserem Gewissen Raum geben und Schritte des Glaubens wagen.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom