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Peristerium (um 1250)
(Walters Art Museum, Baltimore)
(Quelle: wikimedia)

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„Peristerium“ heißt ein altes christliches Bild. Es zeigt eine Taube, die über dem Altar schwebt. Solche Tauben dienten zur Aufbewahrung der Eucharistie. Die Hostien wurden in einem kleinen Hohlraum im Rücken der Taube aufbewahrt, oft unter einem aufklappbaren Deckel. Manche dieser liturgischen Gefäße waren kunstvoll gestaltet — mit glänzenden Augen, Emailarbeiten an Flügeln und Schwanz und kostbarem Material.

Diese Schönheit hatte einen Sinn: Die Taube sollte über dem Altar auf die Gegenwart des Heiligen Geistes in der Messe hinweisen. Die Taube ist das Zeichen des Geistes — und sie trägt Christus.

Dieses Bild öffnet einen Zugang zum Pfingstfest: Der Heilige Geist bleibt nicht abstrakt. Er trägt Christus zu uns. Er bringt ihn in unser Leben, in unser Fragen und Suchen, in unsere Freude und Hoffnung, aber auch in das, was verwundet, müde oder sprachlos ist.

So handelt der Geist Gottes von Anfang an. Bei der Verkündigung an Maria kommt der Heilige Geist über sie — und Christus wird in ihrem Leben gegenwärtig. Was dort beginnt, ist bis heute die Bewegung des Glaubens: Der Geist Gottes bringt Christus in die Welt.

Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom