Herzlich willkommen!

Christus und der Bettler.
Die Heilung des Blindgeborenen (2009).
(Quelle: wikimedia)
Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!
Man kann vieles sehen – und doch das Entscheidende übersehen. Diese Erfahrung kennt jeder Mensch. Man nimmt etwas wahr, man hört Worte, man erlebt Ereignisse, und doch bleibt manchmal verborgen, was wirklich dahintersteht.
Im 9. Kapitel des Johannesevangeliums wird von einem Mann erzählt, der seit seiner Geburt blind war. Jesus begegnet ihm und schenkt ihm das Augenlicht. Doch die eigentliche Geschichte beginnt erst danach. Viele Menschen sehen das Geschehen: Nachbarn, Freunde, religiöse Gelehrte. Sie stellen Fragen, sie diskutieren, sie suchen nach Erklärungen. Aber lange erkennt niemand, wer hier eigentlich handelt.
Der Mann, der geheilt wurde, beginnt langsam zu verstehen. Zuerst weiß er nur: „Der Mensch, der Jesus heißt“ (Joh 9,11). Dann erkennt er mehr und sagt: „Er ist ein Prophet“ (Joh 9,17). Schließlich wird ihm klar: Gott selbst handelt durch ihn. Am Ende steht er Jesus gegenüber und sagt: „Ich glaube, Herr!“ (Joh 9,38).
Diese Bewegung des Evangeliums begleitet auch das Leben vieler Menschen. Glaube wächst oft Schritt für Schritt. Er beginnt mit Fragen und mit der Suche nach Sinn. Manchmal erkennt man erst mit der Zeit, was Gott im eigenen Leben wirkt.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom