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(National Gallery of Art, Washington D.C.)
(Quelle: wikimedia)
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Mariä Himmelfahrt am 15. August ist ein Fest voller Zeichen.
Das alte Bild aus dem 15. Jahrhundert zeigt Maria am Ende ihres irdischen Lebens. Sie liegt auf dem Sterbebett, die Apostel haben sich um sie versammelt. Über allem aber öffnet sich der Himmel. Der Tod ist da – und doch erzählt das Bild bereits von mehr.
Genau darum geht es am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel. Der christliche Glaube verschweigt den Tod nicht. Aber er setzt keinen Schlusspunkt hinter das menschliche Leben. Paulus schreibt: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen“ (1 Kor 15,20). Was an Ostern begonnen hat, wird an Maria sichtbar: Der ganze Mensch ist zum Leben bei Gott bestimmt.
Zu diesem Fest gehören seit Jahrhunderten auch Blumen, Kräuter und Düfte. Am 15. August werden in vielen Kirchen Kräutersträuße gesegnet. Sie erinnern an die Schönheit und Heilkraft der Schöpfung – und zugleich daran, dass menschliches Heilen und Bewahren eine Grenze hat.
Was bedeutet es dann, dass Maria mit Leib und Seele in Gottes Leben aufgenommen wurde? Und was sagt dieses alte Fest über unsere eigene Hoffnung angesichts von Sterben und Tod? Mariä Himmelfahrt lädt dazu ein, diese Hoffnung neu zu entdecken: Wo unsere Möglichkeiten enden, ist Gottes Handeln noch nicht zu Ende.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom