Herzlich willkommen!

(Foto: Sylvio Krüger, auf: pfarrbriefservice.de)
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Mit dem Aschermittwoch beginnt eine besondere Zeit im Kirchenjahr: die österliche Bußzeit, die wir meist einfach „Fastenzeit“ nennen. Diese Wochen sind keine religiöse Diät und kein spiritueller Selbstversuch. Sie sind eine Einladung: innezuhalten, ehrlicher auf das eigene Leben zu schauen, Gott wieder einen Raum zu geben.
Unsere Tage sind oft gut gefüllt. Vieles funktioniert. Man kommt zurecht. Doch manchmal spüren wir: Unter der Oberfläche bewegt sich mehr. Fragen, die wir verdrängen. Gewohnheiten, die uns nicht guttun. Gedanken und Haltungen, die wir lieber nicht so genau betrachten.
Die Bibel spricht vom Herzen als dem Ort, an dem sich entscheidet, wie wir leben. Dort beginnen Worte und Taten. Dort wachsen Vertrauen und Misstrauen, Liebe und Härte. Gott möchte nicht unsere äußere Perfektion, sondern unser offenes Herz.
Darum sind diese sechseinhalb Wochen keine Zeit der Selbstoptimierung, sondern der Erneuerung.
Keine Zeit des Beweises, sondern der Umkehr. Keine Zeit der Strenge, sondern der Gnade. Gott ist gnädig und barmherzig. Er kennt unsere Stärken – und unsere Schwächen. Und er will neu beginnen – mit jedem von uns. Vielleicht ist das das Geschenk dieser Wochen.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom