Herzlich willkommen!

(Quelle: wikimedia)
Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!
Manchmal sagen wir: „Mir fehlt nichts.“ Und doch spüren viele Menschen, dass im Leben mehr sein könnte als das, was sofort verfügbar ist. Unsere Zeit ist schnell und gut organisiert. Warten fällt uns schwer.
Der christliche Glaube folgt einer anderen Logik. Er lebt davon, etwas zu erwarten. Die Bibel erzählt von Menschen, die gewartet haben – nicht resigniert, sondern hoffnungsvoll. Zwei von ihnen sind Simeon und Hanna. Ihr Leben bleibt offen für Gott. Sie rechnen damit, dass Gott noch kommt, dass sich etwas ereignet, das man sich nicht selbst machen kann, sondern nur empfangen kann.
Das Gemälde von Rembrandt zeigt diese Haltung eindrucksvoll: Simeon hält das Kind behutsam auf seinen Armen, Hanna steht dabei und bezeugt, was geschieht. Keine große Szene, kein äußeres Spektakel. Gott kommt leise – und wird nur von denen erkannt, die warten können.
Am Fest Darstellung des Herrn („Mariä Lichtmess“), am 2. Februar, wird deutlich: Nicht wer sagt „Mir fehlt nichts“ ist Gott nahe, sondern wer noch etwas erwartet.
Ihr Pfarrer
Geistl. Rat Dr. Markus Schrom